SEM-Stammtisch-Frankfurt

Der Treffpunkt zu SEM, SEO, SEA im Rhein-Main-Gebiet

SEM-Stammtisch-Frankfurt

BlackHat-SEM und Google-Markenschutz

Am 2. März 2010 von Thomas geschrieben
Keine Kommentare · AdWords, Google, SEM

Die dunklen Wege des Online-Marketings finden sich nicht nur im SEO, sondern es gibt sie auch beim Suchmaschinenmarketing (SEM). Ich musste das bereits selbst vor einigen Monaten an einer eigenen Kampagne erfahren.

Auf der SEMSEO letzte Woche hat Tim Ringel einen Vortrag über BlackHat-SEM gehalten. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Berichterstattung auf SEO.at, die wirklich viele Informationen der Veranstaltung 1:1 weitergibt. Jedenfalls habe ich mich dabei wieder an einen Hijacking-Versuch einer von mir betreuten SEM-Kampagne erinnert und möchte Euch hier Tipps geben, wie Ihr das bei Euren Accounts verhindern könnt.

Beim Hijacken versucht ein Dritter eine Brand-Anzeige 1:1 nachzubauen. In der Regel handelt es sich dabei um einen Affiliate, der Euer Programm bewirbt und versucht, billige Marken-Conversions abzugreifen. Damit der Merchant das nicht auf den ersten Blick merkt, werden die Anzeigen 1:1 kopiert. Wenn Ihr also flüchtig auf Eure Anzeigen schaut, seht Ihr zunächst keine Auffälligkeiten. Erst beim Klick darauf würdet Ihr merken, dass die Anzeige über einen Affiliate-Code und evtl. einen fremden Tracking-Server läuft. Den Klick spart man sich aber meistens, weil man ja keine Kosten verursachen möchte.

In dem mir bekannten Fall hatte der Affiliate eine Anzeige auf das Marken-Keyword des Merchants geschaltet und den Text mit einem kleinen Fehler nachgebaut. Dabei wurde die Schreibweise der Marke durch einen Buchstaben abgewandelt („l“ für ein „I“). Richtig ärgerlich wird es, wenn die fremde Anzeige einen höheren Qualitätsfaktor als die des Merchants besitzt. Dann erscheint nur noch die Anzeige des Hijackers. Denn pro Anzeige-URL liefert Google zu einem Keyword nur eine Anzeige aus. Der Merchant schaut dann in die Röhre.

Wie kann man sich davor schützen? Die sicherste und einfachste Maßnahme ist die eigene Marke bei Google schützen zu lassen. Damit wird die Marke für andere Accounts gesperrt und kann nicht mehr als Keyword eingebucht werden. Doch Achtung! Wenn die Marke z.B. aus zwei Worten besteht, reicht es nicht, die Marke nur in ihrer Ursprungsform einzutragen. In einem solchen Fall sollten unbedingt auch alle Varianten der Marke gesperrt werden. Den Markenschutz könnt Ihr über diesen Link bei Google veranlassen.

Kommt es trotzdem zu Markenverletzungen, könnt Ihr diese mit Tools wie z.B. BrandProtection von Sistrix monitoren und dann weitere Maßnahmen ergreifen. In unserem Fall haben wir uns mit dem Affiliate-Netzwerk in Verbindung gesetzt und gleichzeitig Google gebeten, die fremde Anzeige rauszunehmen. Der Affiliate-Hijacker war übrigens in Argentinien gemeldet :-)

Folge mir auf Twitter!

Weitere Beiträge von Thomas

Tags: ······

0 Kommentare bis jetzt ↓

Die Kommentare sind geschlossen.